Verschimmeltes Brot gegessen: wie gefährlich ist Brotschimmel?

Die Folgen des Verzehrs von Brotschimmel sind nicht zu unterschätzen. Dieser Beitrag informiert Sie über die Entstehung von Schimmelpilzen und die Wirkung ihrer Gifte auf den Körper. Erfahren Sie mehr über Risikogruppen und wie Sie der Bildung von Brotschimmel vorbeugen.

Brot und Kaffee

In der Luft befinden sich zahlreiche Schimmelsporen, die auf Broten eine geeignete Oberfläche finden, um in Verbindung mit Feuchtigkeit, Sauerstoff und Wärme indes zu einem Schimmelpilz heranzuwachsen. Diese bilden teilweise Mykotoxine. Hierbei handelt es sich um Giftstoffe, die Ihre Gesundheit gefährden können. Diese Gefahr steigt bei erhöhtem und dauerhaftem Konsum von Schimmelpilzen. Sobald Schimmel auf Ihrem Brot sichtbar wird, befinden sich meist bereits im gesamten Brot Pilzsporen. Da diese Sporen nicht mit dem bloßen Auge erkennbar sind, können Sie nicht abschätzen, wie stark das gesamte Brot bereits vom Pilz durchdrungen ist. Sie sollten die verschimmelte Stelle daher nicht abschneiden, sondern das gesamte Brot entsorgen, um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden.

Die häufigsten Schimmelpilze:

  • Aspergillus Favius (gilt als gefährlichster Pilz)
  • Gemeiner Brotschimmel
  • Weißer und Roter Brotschimmel
  • Mucor
  • Aflatoxin
  • Geotrichum
  • Cladosporium

So erkennen Sie Brotschimmel

Sie können Schimmel vor allem an einem Belag auf dem Brot mit weißer oder weiß-grüner Färbung erkennen. Je älter das Brot ist, desto genauer sollten Sie vor dem Belegen und dem Verzehr hinsehen. Bei warmen Außentemperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit schimmelt Brot schneller. Auch Geruch und Geschmack können sich bei Schimmelbefall verändern. Unbeabsichtigt können Sie Brotschimmel zu sich nehmen, wenn Sie nicht auf verschimmelte Stellen achten, nur die sichtbar verschimmelte Stelle abschneiden und entsorgen oder zunächst nur Pilzsporen ohne sichtbaren Schimmel im Brot enthalten sind.

verschimmeltes Brot

Folgen des Verzehrs von verschimmeltem Brot

Es können sich verschiedene Pilzarten auf Broten ansiedeln, die nach dem Verzehr zu unterschiedlichen Symptomen führen.

Diese Symptome können auftreten:

  • Hautausschläge
  • Atemwegserkrankungen
  • Allergien
  • Beeinflussung der Leber- und Nierentätigkeit
  • Durchfall und Erbrechen
  • Herzrasen
  • Blutdruck- und Pulsschwankungen
  • Kreislaufprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Krämpfe
  • Krebsförderung durch das Gift Aflatoxin

Risikogruppen

Insbesondere Kinder können nach dem Verzehr von verschimmeltem Brot stärker und schon bei kleineren Mengen des Schimmelpilzes betroffen sein. Sie sollten daher nicht nur einzelne Brotscheiben, sondern regelmäßig das gesamte Brot auf Schimmelstellen untersuchen.

Tipp: Sie können Ihren Kindern schon von klein auf beibringen, entsprechend selbst auf Auffälligkeiten des Brotes vor dem Verzehr zu achten. So erhalten Kinder einen geübten Blick, der später zur Routine wird.

Stärker und schneller auf Schimmel reagieren auch chronisch Kranke und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Insbesondere diese Risikogruppen können bereits durch das häufige Einatmen von Schimmelsporen ein Asthma bronchiale oder eine Lungenentzündung entwickeln. In extrem seltenen Fällen kann ein Schimmelpilz zudem tödliche Folgen haben, je nach aufgenommener toxischer Menge und Empfindlichkeit der betroffenen Person.

Brotschimmel in der Schwangerschaft

Während Ihrer Schwangerschaft zählen Sie auch zu den Risikogruppen, die besonders darauf achten sollten, keinen Schimmelpilz zu sich zu nehmen oder einzuatmen. Mögliche Vergiftungen können sich auf Ihr Baby übertragen, mutagen oder fruchtschädigend wirken. Besonders aggressiv wirkt der Pilz Aspergillus. Genaue Erfahrungswerte, ab welcher Menge eine Gefahr für ein ungeborenes Baby besteht, sind jedoch noch nicht bekannt. Sollten Sie als Schwangere Brotschimmel verzehrt haben, suchen Sie indes unbedingt auch bei geringer Menge einen Arzt auf. Nehmen Sie nach Möglichkeit einen Rest des Brotes mit, damit die Art des Pilzes im Labor schließlich bestimmt werden kann.

Verhalten nach dem Verzehr von Schimmel

Wenn Sie eine kleine Menge Schimmel verzehrt haben und mit Durchfall oder Erbrechen reagieren, wird der Schimmel bei ansonsten gesunden Menschen direkt ausgeschieden und eine weitere Maßnahme ist meist nicht erforderlich. Bei größeren und dauerhaften Aufnahmen eines Pilzes oder wenn Sie zu den Risikogruppen gehören, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Häufig ist dann die Einnahme von Kohletabletten angezeigt oder es kann ein Darmeinlauf gemacht werden, um dem Übergang des Giftes vom Darm in den Körper zu verhindern. Auch Blut- und Leberwerte werden überprüft.

So reduzieren Sie die Wahrscheinlichkeit der Schimmelbildung

Brot wird meistens nicht komplett frisch verzehrt. Um die Schimmelbildung auf Brot zu vermeiden, ist die richtige Lagerung an einem trockenen, kühlen und geschlossenen Ort daher wichtig. Der Kühlschrank ist aufgrund der höheren Feuchtigkeit nicht empfehlenswert. Optimal eignet sich ein Brotkasten aus Zirbenholz. Der in dieser Holzart enthaltene Duftstoff Pinosylvin wirkt antibakteriell und dämmt die Entstehung von Pilzen infolgedessen ein. Feuchtigkeit wird von diesem Holz besser reguliert, so dass das Brot trocken gelagert wird und dabei nicht austrocknet.

Tipp: Wenn Sie größere Mengen Brot haben, die absehbar nicht rechtzeitig aufgebraucht werden, können Sie die Brote auch einfrieren. Frieren Sie mehrere kleine Portionen ein, um das Brot nach dem Auftauen sehr bald verbrauchen zu können.

Quellen:
http://www.schimmelpilz-fachzentrum.de/gefahren/schimmel-schwangerschaft
https://www.alternativ-gesund-leben.de/ausversehen-verschimmeltes-brot-gegessen-ist-das-schlimm-und-gesundheitsschaedlich/

Miriam Kirmse
Über unsere Autorin
Miriam Kirmse ist die Content-Managerin von Wiado. Dabei interagiert sie vor allem mit den verschiedenen Experten, die für unser Online-Magazin als Autoren tätig sind. In ihrem bisherigen Berufsleben hat sie bereits als Kamerafrau, Moderatorin und Redakteurin gearbeitet. Ihre Motivation ist es, die Leser mit einem Blick hinter die Kulissen des Alltäglichen zuverlässig zu informieren und auch Antworten auf unkonventionelle Fragen zu finden. Ihr Motto lautet: Man lernt nie aus!
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