Vergilbtes Plastik wieder weiß bekommen – so reinigen Sie Kunststoff effektiv

Vergilbtes Plastik wirkt schnell schmuddelig, selbst wenn Sie es gerade frisch geputzt haben. Aus welchen Gründen sich weißer Kunststoff mit der Zeit verfärbt, und wie Sie ihn wieder weiß bekommen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

vergilbtes Plastik weiß bekommen

Ob Fensterrahmen, Steckdosen, Lichtschalter, Küchengeräte oder Gartenmöbel – viele Gegenstände aus weißem Plastik neigen dazu, sich mit der Zeit zu verfärben. Hierfür gibt es eine Vielzahl möglicher Gründe. Am häufigsten lässt sich vergilbtes Plastik jedoch auf die folgenden Ursachen zurückführen:

  • UV-Licht (vor allem bei Gartenmöbeln)
  • Schmutz (zum Beispiel bei Fensterrahmen)
  • Nikotin (unter anderem bei Steckdosen, Lichtschaltern und Computergehäusen)
  • fetthaltige Dämpfe beim Kochen (die sich zum Beispiel auf Küchengeräten ablagern)
  • falsche Pflege / Reinigung

Falsche Pflege kann das Vergilben von Kunststoffen beschleunigen. Denn durch harte oder raue Schwämme und aggressive Reinigungsmittel werden die empfindlichen Kunststoffoberflächen aufgeraut. Dabei entstehen feine Kratzer, die mit bloßem Auge kaum sichtbar sind, sich aber mit den Fingern ertasten lassen. In diese Rillen setzen sich Staub und Schmutz ab, die Verfärbungen des Materials beschleunigen.

Vergilbtes Plastik wieder weiß zu bekommen, ist eine Herausforderung, aber keineswegs unmöglich. In den meisten Fällen handelt es sich nämlich um Verschmutzungen auf der Oberfläche und nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen, tief ins Material hineinreichende Verfärbungen. Deshalb können Sie dem Gilb mit etwas Geduld und den richtigen Materialien und Reinigungsmitteln den Kampf ansagen und sich nach einer intensiven Reinigung wieder über weiße Oberflächen freuen.

Wie wird vergilbtes Plastik wieder weiß?

Um ursprünglich weißen Kunststoff von seiner gelben Verfärbung zu befreien, sollten Sie folgende Materialien bereitlegen:

  • warmes Wasser
  • Spülmittel
  • ein Mikrofasertuch
  • ein Geschirrtuch
  • Öl

Bevor Sie den vergilbten Bereichen zu Leibe rücken, sollten Sie die Oberflächen gründlich von groben Verschmutzungen befreien. Verwenden Sie hierzu ein Mikrofasertuch und warmes Wasser mit etwas Spülmittel. Waschen Sie die Oberflächen anschließend mit klarem Wasser gründlich ab, bevor Sie sie sorgfältig abtrocknen.

Bei hartnäckigeren Verschmutzungen benötigen Sie außerdem eines der folgenden Reinigungshilfsmittel:

  • Zitrone oder Essig
  • Zahnpasta oder Waschpulver
  • Natron oder Backpulver
  • einen Schmutzradierer
  • einen speziellen Kunststoffreiniger

vergilbtes Plastik

Tipp: Bei vergilbten Lego-Steinen, PCs und Konsolen hilft es, die Kunststoffteile über Nacht in einer Wasserbad mit 3 bis 5 aufgelösten Gebissreiniger-Tabs zu legen.

Tragen Sie das von Ihnen bevorzugte Reinigungshilfsmittel mit einem weichen Tuch gleichmäßig auf die Oberfläche auf. Den besten Effekt erzielen Sie mit schnellen kreisenden Bewegungen, die Sie so lange ausführen sollten, bis die Oberfläche heller wird. Bei starken Verfärbungen können mehrere Wiederholungen erforderlich sein, bis ein sichtbarer Erfolg eintritt. Anschließend waschen Sie die Oberfläche mit etwas lauwarmem Wasser ab.

Ein sogenannter Schmutzradierer ist sehr effektiv. Er kann jedoch – vor allem glänzende und sehr glatte – Oberflächen aufrauen. Dieser Schaden lässt sich nur durch eine anschließende Lackierung des Objekts beheben, was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Ob sich dieser Aufwand lohnt, ist jedoch fraglich. Im Zweifelsfall testen Sie die Wirkung des Schmutzradierers vorab an einer kleinen versteckten Stelle.

Sie können die Oberflächen (zum Beispiel von Gartenmöbeln) nach der erfolgreichen Reinigung mit etwas Öl einreiben und somit vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen. Achten Sie jedoch darauf, dass das Mittel, das Sie zur Pflege verwenden, auch für Kunststoffoberflächen geeignet ist. Falls nicht, können sie das Material angreifen und dadurch noch anfälliger gegenüber Verfärbungen machen.

Wichtige Tipps für die Reinigung

  1. Trennen Sie Steckdosen und Lichtschalter vor der Reinigung vom Stromkreis und montieren Sie die Blenden von der Wand ab. So verhindern Sie, dass die Nässe Flecken auf der Tapete und Schäden an der Elektrik hinterlässt.
  2. Prüfen Sie vor der Anwendung von Zahnpasta, Natron als Reinigungsmittel oder einem Schmutzradierer, ob der Kunststoff hierfür geeignet ist. Testen Sie hierzu die Reinigung an einer nicht sichtbaren Stelle. Wenn die Oberfläche durch das Mittel ihren Glanz verliert oder sogar Schäden davon trägt (zum Beispiel feine Kratzer), wählen Sie ein anderes Mittel.
  3. Wenn Sie Zitronensaft oder Essig zur Reinigung verwenden, tragen Sie zum Schutz Ihrer Haut Handschuhe!
  4. Achten Sie darauf, dass Sie sämtliche Reinigungsmittel restlos von den Oberflächen entfernen! Rückstände könnten den Kunststoff angreifen und eine erneute Verfärbung begünstigen.

Wie lässt sich Vergilbung vorbeugen?

Je stärker die Verfärbung, umso schwieriger beziehungsweise zeitaufwendiger ist die Reinigung. Um sich diese Zeit und Arbeit zu sparen, sollten Sie vorbeugende Maßnahmen treffen. Der beste Schutz vor Verfärbungen bei weißem Plastik ist die regelmäßige Reinigung und Pflege des Materials. Experten empfehlen, weiße Kunststoffoberflächen mindestens einmal im Monat gründlich mit Spülmittel zu säubern. Noch effektiver ist es, wenn Sie dem Spülmittel etwas Essig hinzufügen.

Weitere Tipps, wie Sie vergilbtem Kunststoff vorbeugen können:

  • Gartenmöbel bei Nichtgebrauch abdecken
  • keine Scheuermilch oder aggressiven chemischen Reiniger verwenden
  • keine harten oder rauen Schwämme verwenden
  • Rückstände von Spülmittel gründlich abwaschen

Quellen:
https://www.talu.de/vergilbten-kunststoff-reinigen/
https://www.baumarkt.de/ratgeber/a/kunststofffenster-verfaerbt-was-kann-man-tun/

Miriam Kirmse
Über unsere Autorin
Miriam Kirmse ist die Content-Managerin von Wiado. Dabei interagiert sie vor allem mit den verschiedenen Experten, die für unser Online-Magazin als Autoren tätig sind. In ihrem bisherigen Berufsleben hat sie bereits als Kamerafrau, Moderatorin und Redakteurin gearbeitet. Ihre Motivation ist es, die Leser mit einem Blick hinter die Kulissen des Alltäglichen zuverlässig zu informieren und auch Antworten auf unkonventionelle Fragen zu finden. Ihr Motto lautet: Man lernt nie aus!
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