Nosefrida Nasensauger im Test: das sagt die Hebamme

Wie unwohl fühlen wir uns, wenn wir unter einer verstopften Nase leiden? Wie mag es erst den Babys und Kleinkindern mit Schnupfen gehen? Um das Kleine möglichst schnell und effektiv von seinem störenden Nasensekret zu befreien, gibt es Nasensauger. Ob der Nosefrida Nasensauger von Rotho Babydesign sein Versprechen halten kann, zeigen wir im folgendem Testbericht.

Nosefrida Nasensauger

In diesem Artikel

Frischgebackenen Eltern ist nichts wichtiger, als die Gesundheit Ihres Nachwuchses. Ist das Baby in den ersten Monaten immer wieder krank und leidet unter einer verstopften Nase, leiden die Eltern ebenso. Um das Näschen wieder frei zu bekommen sind in Apotheken und Drogerien sogenannte Nasensauger erhältlich. Einer davon ist der Nosefrida Nasensauger. Mit seiner Hilfe sollen Eltern das Näschen ihres Lieblings schnell und effektiv reinigen können, sodass es wieder frei atmen kann. Wir werfen in diesem Beitrag einen genaueren Blick auf diesen kleinen Helfer.

Video-Tipp

Ein Überblick: Nosefrida Nasensauger

Preis 7,42 Euro
Verpackung Verpackung = Aufbewahrungsbox aus Plastik, Beschreibung inliegend, ansprechend
Funktionsprinzip Strohhalmsauger, an Nasenloch ansetzen und absaugen, Verweis auf Vorführvideo im Internet
Handling etwas komplizierter, Filtertausch, unter Umständen hemmender
Ekelfaktor, weil mit dem Mund infektiöses Sekret abgesaugt wird
Saugleistung saugt auch zähes Sekret gut ab
Vorteil Sog durch Saugstärke mit dem Mund gut und feinfühlig dosierbar, Aufbewahrungsbox, transportabel
Nachteil Folgekosten für Ersatzfilter, Ansteckungsgefahr, Reinigung des langen Sammelbehälters schwierig – Hilfsmittel notwendig
Gesundheitsgefahren Für Viren ist der schwammartige Filter keine Barriere, Ansteckung für Saugenden zumindest theoretisch möglich
Reinigung warmes Wasser und Spülmittel per Hand, Filter mindestens einmal täglich austauschen, keine Aussagen zu Desinfektionsmöglichkeiten im Hausgebrauch

Beschreibung des Funktionsprinzips

Der Nosefrida Nasensauger besteht aus drei Teilen: dem Nasensaugteil mit auswechselbarem Filter und Schlauchansatzstück, dem Schläuchlein und einem Mundsaugstück. Alle drei Teile bestehen aus Kunststoff, der Filter aus einer Art Schaumstoff. Der Auffangbehälter für das Nasensekret ist ausreichend groß, an seiner Spitze befindet sich ein Loch, durch das das Sekret schließlich eingesaugt wird. Am Schlauchansatzstück wird der Filter eingesetzt. Insgesamt ist der Nasensauger etwa 40 cm lang und zusammenrollbar, damit gut transportabel. Dieser Sauger beruht auf dem Strohhalmprinzip. Das heißt, am Mundstück wird mit dem Mund durch Saugen ein gut dosierbares Vakuum aufgebaut und damit das Sekret aus der Nase abgesaugt. Der integrierte Filter stoppt den Fluss des Sekret vor dem Schlauchbeginn, der Mund kommt folglich nicht in Kontakt mit dem Nasensekret. Allerdings stellt der Schaumstofffilter für Viren keine ausreichende Barriere dar, sodass eine, wenn auch äußerst geringe, Ansteckungsgefahr für den Saugenden besteht.

Handhabung: Schritt für Schritt

  1. Eventuell je einen Tropfen Kochsalzlösung in jedes Nasenloch träufeln, das verflüssigt das Sekret und erhöht die Chancen beim Absaugen, wenige Minuten abwarten.
  2. Den Sitz des Filters überprüfen, das Nasensaugteil auf das Schlauchansatzstück aufsetzen, den Schlauch am Ansatzstück befestigen.
  3. Baby absturzsicher lagern, Köpfchen gut positionieren und etwas halten, dass es sich nicht ruckartig hin und her bewegt – manche Babys wehren sich beim Nasensekret absaugen, falls es schreit: Bleiben Sie entspannt, geduldig und sanft. Sie tuen dem Baby etwas Gutes, sprechen Sie mit beruhigender Stimme und halten Sie Augenkontakt.
  4. Den Nasensauger am Nasensaugteil ergreifen, das Mundstück in den Mund nehmen.
  5. Den Sauger auf das Nasenloch aufsetzen, sodass das Saugerloch von dem Nasenloch umschlossen wird, den Sauger nicht bohrend in die Nase einführen, das birgt eine erhebliche Verletzungsgefahr für das Kleine.
  6. Mit dem Mund vorsichtig saugen wie durch einen Strohhalm. Das Sekret wird abgesaugt, es sammelt sich sicher im Sammelbehälter. Bei dickem Sekret muss mit bereitliegendem Zellstofftuch die Nase etwas nachgewischt werden.
  7. Anderes Nasenloch auch behandeln.
  8. Nasensauger auseinandernehmen und Einzelteile mit Wasser und Spülmittel gründlich reinigen. Für den länglichen Auffangbehälter ist ein Hilfsmittel notwendig, um bis in die Spitze vorzudringen.
  9. Den Filter im Hausmüll entsorgen.

Fazit

Der Nosefrida Nasensauger ist eine gute Wahl, wenn das gewünschte Nasensauggerät transportabel, leise und unkompliziert sein soll, denn das sind die Vorteile dieses Saugers. Im Vergleich zu anderen Nasensauger – Sorten entstehen hier Folgekosten (Filter) und eine, wenn auch geringe Ansteckungsgefahr für den Saugenden bezüglich Virenübertragung. Die Saugleistung ist, besonders in Verbindung mit der Verwendung von Kochsalzlösung gut und die Sogstärke können Sie über das Saugen mit dem Mund feinfühlig steuern. Falls Sie „nur“ einen Akkustaubsauger in Ihrem Haushalt haben, ist der Nosefrida Nasensauger die passende Variante. Problematisch ist die Reinigung, weil Schlauch und langer Auffangbehälter ohne Hilfsmittel schwer zugänglich sind. Erregerrückstände können Sie durch die Reinigung nicht vollständig entfernen, eine Desinfektionsmöglichkeit wäre dementsprechend günstiger. Dazu fehlen Informationen in der Gebrauchsanleitung. Sehr positiv für Verbraucher: Im Internet können Sie ein Video über den Gebrauch von Nose Frida anschauen.

Empfehlung der Hebamme

Diesen Sauger würde ich allen empfehlen, die zu Hause keinen Akkustaubsauger haben. Auch sollten keine Ekelgefühle bezüglich des Saugens mit dem Mund bestehen – Vertrauen in die beschriebene Technik lohnt sich. Es besteht absolut ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, man muss aber wegen der Nachbestellung der Filter „auf Draht sein“.

Tipp: Wir haben noch weitere Nasensauger getestet. Die Ergebnisse finden Sie hier:

Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme
Wanda Unger ist Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Familien durch die Zeit der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr ihrer Babys. Für unser Portal schreibt sie Fachtexte rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Babypflege. Als Mutter und Hebamme ist es ihr wichtig, den Familien den Start in den Alltag mit dem neuen Familienmitglied zu erleichtern.
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Wanda Unger ist Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Familien durch die Zeit der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr ihrer Babys. Für unser Portal schreibt sie Fachtexte rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Babypflege. Als Mutter und Hebamme ist es ihr wichtig, den Familien den Start in den Alltag mit dem neuen Familienmitglied zu erleichtern.
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