Brennnesseltee selber machen – wofür er gut ist! Wirkung und Zubereitung

Brennnesseltee ist gesund. Er wirkt entwässernd und blutreinigend. Statt den Tee in der Apotheke oder in der Drogerie zu kaufen, können Sie ihn leicht selbst herstellen. Die Brennnessel-Pflanze wächst an vielen Orten und ist das ideale Ausgangsmaterial.

Brennnesseltee selber machen

Wer nach einer Alternative zu herkömmlichen Teesorten sucht und gleichzeitig etwas für die Gesundheit tun möchte, ist mit einem Tee aus selbst gepflückten Brennnesseln auf der richtigen Spur. Die Brennnessel gilt oft als Unkraut, in ihr stecken aber viele gesunde Inhaltsstoffe:

  • Eisen, wichtig für die Blutbildung
  • Flavonoide und Kalium, entwässernde Wirkung
  • Magnesium und Kalzium, günstig für Muskeln und Knochen
  • Silizium und Kieselsäure, gut für gesunde Haare und Fingernägel
  • Vitamine A , B2, B5, C und E
  • Amine wie Histamin, Acetylcholin und Serotonin, Bestandteile der Hormonblidung

Besonders hoch sind die Wirkstoffe in jungen Pflanzen. In älteren Pflanzen sinkt der Anteil an gesunden Inhaltsstoffen, deshalb sind Frühjahrsbrennnesseln besonders günstig – aber auch im Sommer bis zum Herbst können Sie selbst Brennnesseln pflücken und für die Zubereitung von Tee verwenden.

Deshalb ist Brennnesseltee so gesund

Die Eigenschaften der Brennnessel, insbesondere das enthaltene Kalium und die Flavonoide, haben auf den menschlichen Organismus einen entwässernden Effekt. Die Wirkung zeigt sich darin, dass Wassereinlagerungen im Körper sanft abgebaut werden. Während entwässernde Medikamente manchmal Nebenwirkungen haben, ist bei Brennnesseltee, in Maßen getrunken, keine negative Wirkung festzustellen. Die Brennnessel enthält Wirkstoffe, die antibakteriell und entzündungshemmend sind. Brennnesseltee gilt als gute Unterstützung bei einer Detox-Kur, bei einer Diät zum Abnehmen und bei Blasenentzündungen. Der Tee kann bei einigen Erkrankungen eine gute Unterstützung sein. Eine Behandlung nur mit Tee aus Brennnesseln ist aber nicht ratsam. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, inwiefern der Tee bei diversen Krankheitsbildern hilfreich sein kann.

Die Heilwirkungen der Brennnessel

  • Entwässerung des Körpers auf schonende Art
  • Stärkung des Immunsystems und der Abwehrkräfte
  • entzündungshemmende Wirkung
  • Anregung des Stoffwechsels
  • Kräftigung von Haaren, Nägeln und Bindegewebe

Die Zubereitung von Brennnesseltee

Erst pflücken, dann Blätter aufgießen: Die Zubereitung von Brennnesseltee ist einfach. Frisch gepflückte Brennnesseln können Sie direkt verwenden. Was Sie im Frühjahr nicht sofort verbrauchen, lässt sich gut trocknen und als Vorrat aufbewahren.

Die richtige Dosierung und Ziehzeit

  • Frische oder getrocknete Blätter in eine Tasse oder Kanne geben
  • Dosierung: etliche frische Blätter oder ein gehäufter Esslöffel getrocknete Blätter pro Tasse mit 250 ml Inhalt
  • Mit nicht mehr kochendem Wasser aufgießen
  • Ideale Brühtemperatur: 80° Celsius
  • Ziehzeit: zugedeckt etwa zehn Minuten ziehen lassen

Bei der Dosierung können Sie nicht viel falsch machen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass der Brennnesseltee schwach und dünn schmeckt, erhöhen Sie die Menge um einige Blättchen bei frischem Tee oder mit mehr getrockneten Teeblättern. Die Tagesdosis ist variabel. Empfehlenswert sind ein bis drei Tassen pro Tag bei einem Tasseninhalt von 250 Milliliter.

Für den guten Geschmack: So können Sie Brennnesseltee anreichern

Der Geschmack verändert sich ein wenig, wenn Sie getrocknete Brennnesseln verwenden. In Fertigtees wird die Brennnessel deshalb oft mit anderen Kräutern ergänzt. Für den Hausgebrauch verbessern Sie den Geschmack, wenn Sie einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen. Getrocknete Brennnesselblätter eignen sich gut, um mit anderen Kräutern oder Zutaten gemischt zu werden:

  • Zitronenabrieb sorgt für einen frischen Geschmack.
  • Minze und Zitronenmelisse sind gute Partner der Brennnessel.
  • Mit Thymian und Salbei ist Brennnesseltee zugleich ein Hustentee.
  • Klein geschnittene Trockenfrüchte passen gut in eine Teemischung aus Brennnesseln.

Wo wachsen Brennnesseln, wie ernten Sie die Pflanzen am besten?

Brennnesseln sind nicht wählerisch. Sie wachsen am Wegesrand und im Garten, in der freien Natur und in der Großstadt. Die Samen breiten sich ungehindert aus, sodass Sie vielleicht sogar im Balkonkasten plötzlich eine kleine Brennnesselpflanze entdecken. Für den Verzehr sind nur Pflanzen geeignet, die an einem Ort ohne Abgasbelastung wachsen. Suchen Sie einen eher abgelegenen Standort, an dem keine vielbefahrene Straße vorbeiführt. Vorsicht, wenn der Bereich eine Hunde-Gassi-Zone ist – in diesem Fall sollten Sie besser keine Brennnesseln pflücken!

Brennnesseln

Die Pflanzen wachsen vom Frühjahr bis zum Herbst. Sie können während der gesamten Saison Brennnesseln ernten. Jungpflanzen enthalten die meisten Wirkstoffe, ein damit frisch aufgebrühter Tee schmeckt sehr gut. Brennnesseln können auf Vorrat getrocknet werden. Dafür bündeln Sie die Stängel und hängen die Pflanzen kopfüber an einem luftigen, trockenen Ort auf. Nachdem die Pflanzen vollständig getrocknet sind, streifen Sie die Blätter ab. Achtung, auch jetzt können die Härchen noch brennen.

Tipp: Die getrockneten Brennnesselblätter bewahren Sie am besten in einer dicht schließenden Dose auf. Nehmen Sie eine dunkle Dose, damit der Inhalt lichtgeschützt ist.

Wegen ihrer äußeren Eigenschaften ist die Pflanze nicht besonders beliebt. An den Blättern und Stielen befinden sich winzige Härchen, die bei Berührung schmerzhafte Reaktionen auf der Haut auslösen. Brennnesseln haben ihren Namen von den beißenden und brennenden Härchen. Auch der Pflanzensaft kann zu unangenehmen Empfindungen führen. Tragen Sie beim Schneiden und bei der Zubereitung Handschuhe. Es hilft auch, wenn Sie die Pflanze von unten anfassen, denn die Härchen sind meist nach oben gerichtet.

Tipp: Vorsicht, wenn Sie mit Shorts und Sandalen unterwegs sind! Brennnesseln kennen keine Gnade. Zum Pflücken immer lange Hosen und Socken anziehen, dann überstehen auch Ihre Beine die Ernte gut!

Quellen:
www.fid-gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/brennessel/
www.wir-essen-gesund.de/brennesseltee-gesund-selber-machen/
www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/brennessel

Miriam Kirmse
Über unsere Autorin
Miriam Kirmse ist die Content-Managerin von Wiado. Dabei interagiert sie vor allem mit den verschiedenen Experten, die für unser Online-Magazin als Autoren tätig sind. In ihrem bisherigen Berufsleben hat sie bereits als Kamerafrau, Moderatorin und Redakteurin gearbeitet. Ihre Motivation ist es, die Leser mit einem Blick hinter die Kulissen des Alltäglichen zuverlässig zu informieren und auch Antworten auf unkonventionelle Fragen zu finden. Ihr Motto lautet: Man lernt nie aus!
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