Batterietypen im Haushalt: Übersicht über die gebräuchlichsten Größen

Zahlreiche Geräte, die wir täglich verwenden, benötigen Batterien für ihren Betrieb. Der folgende Artikel stellt in übersichtlicher Form die gebräuchlichsten Batterie-Formate vor. Dazu finden Sie hier neben Angaben zur Batteriegröße Hinweise zum Batterietyp sowie zur Anwendung.

Neben den geläufigen Bezeichnungen der Batteriegröße von Micro bis Mono beziehungsweise von AAA bis D ist auf den Batterien und Verpackungen auch eine Benennung nach dem Standard der IEC (International Electronic Commission) vorhanden. Diese legt – abgesehen von wenigen Ausnahmen – über die Endziffer die Batteriegröße fest. Der Buchstabe beziehungsweise die Buchstabenkombination am Anfang bezeichnet den Batterietyp und gibt damit Hinweise auf seine Anwendung.

Das sind die häufigsten Batterietypen

  • Zink-Kohle-Batterien tragen die Bezeichnung R (Beispiel: R6 = Mignon-AA als Zink-Kohle-Batterie). Dieser Batterietyp ist geeignet für eine Anwendung in technisch eher einfachen Geräten wie Wanduhren.
  • Alkali-Mangan-Batterien tragen die Bezeichnung LR. Sie haben Zink-Kohle-Batterie weitgehend verdrängt und können universell auch in Geräten mit einer komplexeren Elektronik eingesetzt werden. Ihr Vorteil: Bei einem günstigen Preis bieten Alkali-Mangan-Batterie eine bis zu siebenmal längere Lebensdauer als Zink-Kohle-Batterie.
  • Lithium-Batterien tragen die Bezeichnung FR. Im High-Tech-Bereich erfreut sich dieser Batterietyp steigender Beliebtheit. Außerdem können sie dreimal so lange halten wie Alkali-Mangan-Batterie. Insbesondere bei Kälte vergrößert sich dieser Vorteil erheblich. Lithium-Batterien sind daher besonders gut geeignet für High-End-Geräte wie Digitalkameras oder auch Überwachungsanlagen, die auch im Außenbereich genutzt werden.

Das sind die häufigsten Batteriegrößen

  • Micro-AAA-Batterien haben einen Durchmesser von 10,5 Millimeter (mm) und sind 44,5 mm hoch. Ihre Kapazität beträgt beim Batterietyp R3 rund 460 Milliamperestunden (mAh). Alkaline- und Lithium-Batterien der Typen LR3 und FR3 bringen es auf 1.100 mAh. Allen gemein ist eine Nennspannung von 1,5 Volt (V).
  • Der Durchmesser der Batteriegröße Mignon-AA ist 14,5 mm bei einer Höhe von 50,5 mm. Auch bei ihnen liegt eine Nennspannung von 1,5 V vor. Ihre Kapazität kommt auf 950 mAh (R6) bis 2.800 mAh (LR6 und FR6).
  • Die etwas voluminösen Baby-C-Batterien sind 26,2 mm im Durchmesser und 50 mm hoch. Hier liegt ebenfalls eine Netzspannung von 1,5 V vor. Mit einer Kapazität von 2.600 mAh (R14) beziehungsweise 8.500 mAh (LR14) liegen sie deutlich über der AA/AAA-Klasse.
  • Noch mehr Power für eine energieintensive Anwendung bieten Mono-D-Batterien mit 1,5 V. Sie stellen zwischen 5.600 mAh (R20) und 18.000 mAh (LR20) zur Verfügung. Dafür weisen sie mit einem Durchmesser von 34,2 mm und einer Höhe von 61,5 mm ein etwas größeres Format auf.
  • Das Format der Batteriegröße 9V-Block fällt mit einer Höhe von 48,5 mm, einer Breite von 17,5 mm und einer Länge von 26,5 mm etwas aus der Reihe. Die flache aber eckige Bauform eignet sich besonders für handliche Geräte. Ihnen stellt die Zink-Kohle-Version (6F22) 450 mAh, die Alkaline-Variante (6LR61) 700 mAh und der Lithium-Batterietyp (ER9V) 1.200 mAh zur Verfügung. Die Nennspannung von 9 V ist für eine Anwendung in komplexer Mikroelektronik ausgelegt.

Die optimale Anwendung je nach Batteriegröße

Batteriegrößen Batterietypen Wechsel Fernbedienung

Die mit Abstand weiteste Verbreitung haben AA- oder Mignon- und AAA- oder Micro-Batterien. Dank ihrer schlanken Bauweise und ihres geringen Gewichtes eignen sie sich ideal für Fernbedienungen, handliche Taschenlampen, kabellose Computermäuse sowie weiteres Zubehör für PC und Notebook aber auch für batteriebetriebene Wand- und Deckengeräte wie Uhren oder Rauchmelder. Zudem werden sie gerne in kleinformatige Radios und MP3-Player sowie in verschiedene Spielzeugartikel vom Modellauto bis zur Kamera-Drohne eingesetzt.

Tipp: Ist einmal keine AA-Batterie zur Hand, können Sie als Notfall-Lösung eine AAA-Batterie verwenden und einfach vor dem Pluspol im Batteriefach ein passendes Kügelchen aus Alufolie platzieren.

Für etwas größere Geräte werden gerne C- oder Baby- sowie D- oder Mono-Batterien eingesetzt. Sie sind zwar deutlich größer und schwerer als die Mignon- und Micro-Varianten. Dafür haben sie eine erheblich größere Kapazität. Als Anwendung für sie kommen leistungsstarke Taschenlampen aber auch größere Radios und Musik-Abspielgeräte infrage. Etwas seltener aber immer noch häufig genutzt wird die Batteriegröße 9V-Block. Dank ihrer hohen Nennspannung aus sechs Rundzellen mit je 1,5 V kann sie bei kompakten Abmessungen für Kleingeräte mit anspruchsvoller Mikroelektronik verwendet werden. Beispiel dafür sind Messgeräte, Elektro-Spielzeuge oder Fernbedienungen.

Quellen:
https://www.derbatterieladen.de/Batterien/Welche-Batterie-wofuer
https://www.gws-powercell.de/batterie-groessen-tabelle.html
https://www.obi.de/ratgeber/technik/alles-rund-um-strom-und-sicherheit/die-richtige-batterie-fuer-jeden-zweck/
https://de.wikipedia.org/wiki/Batterie_(Elektrotechnik)

Mirko Kreißig
Über unseren Autor
Mirko Kreißig ist Online-Redakteur bei Wiado. Als studierter Anglist hat er nicht nur ein Faible für Sprachen, sondern auch für Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz. Auch in schlechten Zeiten versucht er sich sein Credo „Always look on the bright side of life“ zu bewahren und die Leser mit einem Lächeln sicher durch die kleinen und großen Tücken des Alltags zu lotsen.
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Mirko Kreißig
Mirko Kreißig ist Online-Redakteur bei Wiado. Als studierter Anglist hat er nicht nur ein Faible für Sprachen, sondern auch für Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz. Auch in schlechten Zeiten versucht er sich sein Credo „Always look on the bright side of life“ zu bewahren und die Leser mit einem Lächeln sicher durch die kleinen und großen Tücken des Alltags zu lotsen.
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