Darf man Babys nach einer Impfung baden?

Wenn der Nachwuchs die ersten Impfungen erhält wollen die Eltern im Nachgang für einen entspannten und ruhigen Tagesverlauf sorgen. Natürlich ist es wichtig, dass nun keine körperlich anstrengenden Unternehmungen stattfinden, damit sich der Körper des Kindes voll und ganz auf die Bildung von Antikörpern konzentrieren kann. Aber wie verhält es sich mit vergleichsweise leichten körperlichen Betätigungen wie zum Beispiel dem Baden?

Baby baden nach Impfung

Eine Impfung ist für Baby und Eltern eine aufregende Sache. Und natürlich wollen Eltern nach diesem ein wenig schmerzhaftem Ereignis alles richtig machen und ihrem Kind nicht noch mehr Stress bereiten. Das Immunsystem des Geimpften bekommt nach der Injektion „Arbeit“ – es muss infolgedessen einen Immunschutz vor meist mehreren Krankheiten aufbauen. Wie viel Stress verträgt ein Kind also nach einer Impfung zusätzlich? Darf es zum Beispiel ohne Bedenken gebadet werden? Antwort auf diese Frage erhalten Sie hier.

Was ist eine Impfung?

Eine Impfung ist eine medizinische Maßnahme, um den Körper vor bestimmten Infektionskrankheiten zu schützen. Hierbei werden Impfstoffe verabreicht, die das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern anregt. Diese Antikörper wehren im Falle eines Kontaktes diese bestimmten Krankheitserreger ab. Die Erkrankung wird damit ganz oder zumindest in ihrer schwersten Ausprägung (Spätschäden) verhindert. Die Impfungen werden im Impfpass eingetragen.

Welche Impfreaktionen gibt es?

Eine Impfung bedeutet „Arbeit“ für den Organismus. Das Immunsystem wird zur Bildung von Antikörpern angeregt. Zeichen für diese Aktivierung sind:

  • Schmerzen, Schwellungen, Rötung an der Einstichstelle
  • Mattigkeit und Unwohlsein
  • Fieber
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Lymphknotenschwellung
  • ein flüchtiger Ausschlag

Ist Baden möglich trotz Impfung?

Eine zusätzliche massive körperliche Belastung ist deshalb nicht empfehlenswert. Dies bezieht sich auf anstrengenden Sport/Physiotherapie, große Ausflüge oder stressige Kindergruppen. Wenn es dem Baby jedoch gut geht und es kein Fieber entwickelt, sind die normalen alltäglichen Dinge machbar und dazu zählt auch ein nicht zu heißes Bad oder ein ruhiger Spaziergang. Zusätzlich können Sie die Einstichstelle ein wenig kühlen.

Impf-Komplikationen?

Alles, was über oben genannte leichten Beschwerden hinausgeht, zum Beispiel hohes, lang andauerndes Fieber, massiver Hautausschlag, Entzündung an der Einstichstelle sowie schlechtes Allgemeinbefinden wird unter Impfkomplikationen zusammengefasst und ist meldepflichtig. Auf jeden Fall sollten Sie das Kind in solchen Situationen rasch einem Arzt vorgestellen. Um Impfkomplikationen zu vermeiden, wird das Kind vor der Impfung genau untersucht. Bei vorliegend Kontraindikationen entfällt die Impfung oder wird auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.

Behandlung nach der Impfung

Die heute verwendeten Impfstoffe sind im Allgemeinen gut verträglich. Deshalb haben die meisten Kinder nach dem Impfen keine größeren Beschwerden. Manche Kinder sind ausgesprochen müde und schlafen sehr lange, andere Kinder reagieren indes unruhig oder mit weniger Hunger. Hin und wieder kann auch leichtes Fieber auftreten, was Sie schließlich mit einem Schmerz- und Fiebermittel behandeln können – dies verordnen die Kinderärzte meist gleich mit.

Quellen:
https://dgk.de/fachleute/impffragen-aus-der-praxis-kompetent-beantwortet/verhalten-nach-impfung.html
http://flexikon.doccheck.com/de/Impfung

Wanda Unger
Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme
Wanda Unger ist Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Familien durch die Zeit der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr ihrer Babys. Für unser Portal schreibt sie Fachtexte rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Babypflege. Als Mutter und Hebamme ist es ihr wichtig, den Familien den Start in den Alltag mit dem neuen Familienmitglied zu erleichtern.
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Wanda Unger
Wanda Unger ist Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Familien durch die Zeit der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr ihrer Babys. Für unser Portal schreibt sie Fachtexte rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Babypflege. Als Mutter und Hebamme ist es ihr wichtig, den Familien den Start in den Alltag mit dem neuen Familienmitglied zu erleichtern.
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