Babydream Nasensauger von Rossmann: Hebammen-Test

Viele Babys müssen auf Grund des noch nicht ideal ausgebauten Immunsystems immer wieder mit einer Erkältung und dadurch auch mit einer verstopften Nase kämpfen. Nasensauger aus Drogerie und Apotheke sollen hier Abhilfe schaffen. Wir haben für Sie getestet, ob sich die Investition in ein solches Gerät wirklich lohnt.

Babydream Nasensauger

Recht häufig leiden Babys und Kleinkinder unter einem störenden Schnupfen oder auch nur einer verstopften Nase. Dies jedoch kann zu einer erheblichen familiären Belastung werden, denn die Kleinen können mit verstopfter Nase weder richtig trinken noch ruhig schlafen und zwischendurch sind sie wegen ihrer Beschwerden unruhig und weinerlich. Der Babydream Nasensauger soll bei verschnupften Babys das Reinigen der Nase erleichtern und freieres Atmen ermöglichen. Doch lohnt sich der Kauf des Nasensaugers wirklich?

Ein Überblick: Babydream Nasensauger

Preis 1,99 Euro
Verpackung Plastik, Beschreibung inliegend, keine Anwendungshinweise bezüglich Benutzung z.B. ob Aufsetzen auf Nasenloch ausreichend ist oder Einführen notwendig – dies würde Verletzungsgefahr für das Baby bedeuten
Funktionsprinzip Pumpball – Nasensauger, auf Nasenloch aufsetzen
Handling einfach und unkompliziert
Saugleistung dünnes Sekret gut – würde aber auch allein ablaufen, dickes Sekret – eingeschränkt
Vorteil transportabel
Nachteil saugt nicht gut, wenn, dann schnell verstopft bei dickem Sekret, bei Wiederaufbau des Vakuums springt Düse ab, Reinigung zwischendurch notwendig
Gesundheitsgefahren kein Spielzeug, Reinigung eingeschränkt möglich (keine Desinfektion), durch Aufsetzen auf Nasenloch keine Verletzungsgefahr, für mich steht die Frage, ab wann Babys Nasenloch zu groß ist für das empfohlene Aufsetzen – wenn der Sauger das Loch nicht abdichtet, entsteht auch kein saugendes Vakuum mehr
Reinigung Wasser und Spülmittel per Hand; kein Hinweis, ob zur Desinfektion im Hausgebrauch geeignet

Beschreibung des Funktionsprinzips

Der Babydream Nasensauger besteht aus zwei Teilen, dem Saugerteil und dem Pumpball. Beides ist aus Kunststoff. Insgesamt ist der Sauger nur wenig größer als ein Hühnerei und liegt dadurch gut in der Hand. Das Saugerteil verengt sich konisch und in der Spitze befindet sich ein kleines Loch, durch welches das Sekret in den Sauger eingesaugt wird. Der Nasensauger beruht auf dem Pumpballprinzip. An dem Saugerteil befindet sich ein Pumpball, aus dem beim Drücken des Balls mit der Hand die Luft entweicht. Beim Lösen des Griffs entsteht ein Vakuum, mit dem das Sekret abgesaugt werden kann.

Handhabung: Schritt für Schritt

  1. Eventuell je einen Tropfen Kochsalzlösung in jedes Nasenloch träufeln, das verflüssigt das Sekret und erhöht die Chancen beim Absaugen, wenige Minuten abwarten
  2. Baby absturzsicher lagern, Köpfchen gut positionieren und etwas halten, dass es sich nicht ruckartig hin und her bewegen werden – manche Babys wehren sich beim Nasensekret absaugen, falls es schreit: Bleiben Sie entspannt, geduldig und sanft. Sie tuen dem Baby etwas Gutes, sprechen Sie mit beruhigender Stimme und halten Sie Augenkontakt
  3. Den Nasensauger am Ball ergreifen, die Luft aus dem Ball, so weit es geht, vollständig ausdrücken
  4. Den Sauger auf das Nasenloch aufsetzen, sodass das Saugerloch von dem Nasenloch umschlossen wird, den Sauger nicht bohrend in die Nase einführen, das birgt eine erhebliche Verletzungsgefahr für das Kleine.
  5. Anderes Nasenloch zuhalten
  6. Den Griff um den Ball langsam lösen – das Sekret wird abgesaugt.
  7. Das Sekret in ein bereitliegendes Zellstofftuch streifen und den Vorgang bei Bedarf wiederholen.
  8. Anderes Nasenloch auch behandeln.
  9. Nasensauger auseinandernehmen und Einzelteile mit Wasser und Spülmittel gründlich reinigen.

Fazit

Der Babydream Nasensauger von Rossmann saugt dünnflüssiges Sekret, besonders in Verbindung mit Kochsalzlösung, ab. Bei zähem Nasensekret ist die Absaugleistung unbefriedigend. Die Handhabung ist nicht ganz einfach, denn während Sie das Köpfchen des Babys etwas abstützen, damit es sich nicht ruckartig bewegt, muss man gleichzeitig das zweite Nasenloch zuhalten. Die Koordination zwischen Halten, Zuhalten und Saugen erfordert etwas Übung. Die Reinigung ist jedoch einfach. Allerdings ist keine Desinfektion möglich, wodurch Sie infektiöse Bestandteile nicht restlos entfernen können. Zur Lebensdauer kann ich keine Aussage treffen. Der Preis ist günstig, allerdings entspricht dies auch der eingeschränkten Saugleistung des Gerätes. Positiv: Der Sauger passt in jede Wickeltasche, ist also auch für unterwegs geeignet, obwohl man mit erkrankten Kindern eher nicht so viel unterwegs ist/ sein sollte.

Empfehlung der Hebamme

In diesen Sauger würde ich kein Geld investieren, Er bietet keinerlei Vorteile. Ich würde eher zur althergebrachten Methode mit weichem, angefeuchteten Zellstoff oder Wattezipfel greifen.

Tipp: Wir haben noch weitere Nasensauger getestet. Die Ergebnisse finden Sie hier:

Wanda Unger
Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme
Wanda Unger ist Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Familien durch die Zeit der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr ihrer Babys. Für unser Portal schreibt sie Fachtexte rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Babypflege. Als Mutter und Hebamme ist es ihr wichtig, den Familien den Start in den Alltag mit dem neuen Familienmitglied zu erleichtern.
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Wanda Unger
Wanda Unger ist Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Familien durch die Zeit der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr ihrer Babys. Für unser Portal schreibt sie Fachtexte rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Babypflege. Als Mutter und Hebamme ist es ihr wichtig, den Familien den Start in den Alltag mit dem neuen Familienmitglied zu erleichtern.
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